Kühlende Köstlichkeiten bei tropischen Temperaturen

Wenn man den Meteorologen glauben darf, rollt in den nächsten Wochen eine Hitzewelle mit subtropischer Luft auf Deutschland zu. Jedenfalls hat der Sommer Einzug gehalten und alle freuen sich, wieder rausgehen zu dürfen. Da liegt es nah, einmal durchs wunderschöne Frankfurter Westend zu streifen und zur wohlverdienten Abkühlung bei der Pâtisserie Anna Reckmann im Reuterweg 69 vorbeizuschauen oder einen süßen Afterwork bei ihr einzuleiten. Denn dort warten seit kurzem die köstlichsten handgemachten Eissorten.

Dass Eis nicht gleich Eis ist, schmeckt man bei ihr sofort und auch die Eiskarte unterscheidet zwischen Milcheis und Sorbets, die aus dem Mark erlesener und vollreifer Früchte hergestellt und vegan sind. Bei den Milcheissorten kommen edle Zutaten wie Piemonteser Haselnüsse zum Einsatz oder aromatische Kräuter. 10 leckere Sorten stehen ab sofort in der Kühlung bereit: Die neueste Leckerei ist Sauerampfer & weiße Schokolade, daneben gibt es Aprikose-Rosmarin, Vanille-Olivenöl, Sesam-Karamell, Salzkaramell, Florentiner, Himbeer-Salbei, Piemonteser Haselnuss, Schoko-Choc und Schokoladen-Sorbet.

Für die meisten Sorten verwendet Anna Reckmann die Produkte, die auch zu Herstellung ihrer feinen Pâtisserie dienen. Die beliebten Florentiner aus Mandeln, erlesener Schokolade und Honig werden bei ihr direkt zu einer köstlichen Eiskreation verarbeitet. Den originellen Kompositionen merkt man das Fingerspitzengefühl, gewachsen aus chemischem Wissen und Pâtisseriekenntnissen aus Paris, an. Die außergewöhnlichen Kombinationen, die sie alle von Hand in ihrer Manufaktur herstellt, haben das Zeug zum Süchtigmachen.

Eine kleine Geschichte über das Eis

 

Geeiste Süßspeisen sollen bereits zur Zeit der antiken Hochkulturen vor rund 3000 in China Jahren die Menschen erfrischt haben. Natureis oder Schnee aus den Bergen wurde dort im Sommer zur Kühlung von Getränken benutzt. Aufbewahrt wurde das kalte Gut in dunklen Kellerräumen unter der Erde.[1]

 

Im antiken Griechenland galt Eis als Speise der Götter und wurde von Hippokrates, dem berühmtesten Arzt dieser Epoche, als belebende, kräftigende und schmerzlindernde Medizin eingesetzt. Der griechische Dichter Simonides von Keos (557/556 v. Chr.–468/467 v. Chr.) beschreibt es mit Zutaten wie Früchten, Honig, Rosenwasser und Gletscherschnee. [2] Mit dem Untergang des Römischen Reiches ging dann scheinbar das Wissen über die Zubereitung eisgekühlter Speisen und Getränke aber auch wieder verloren.

[1] https://www.gelaterista.de/grundlagen/speiseeis-geschichte

[2] https://www.netzwissen.com/ernaehrung/speiseeis-geschichte-und-ueberblick.php

Eigentlicher Wegbereiter für die italienischen Eisrezepte und Kältemischungen der frühen Neuzeit war Ende des 13. Jahrhunderts der Venezianer Marco Polo. Er brachte Rezepte und Kenntnisse von seinen ausgedehnten Reisen mit. Doch erst zweihundert Jahre später  eroberte eine halbgefrorene Mischung aus Zuckersirup, Zitronensaft und Eiskörnern als sizilianische Eisspezialität europäische Königshäuser: Granita, das dort heute noch als kühle Köstlichkeit geschätzt wird. 1775 erschien in Neapel das erste Buch, das sich mit der Kunst der Eiszubereitung befasst, unter dem Titel De’ sorbetti von Filippo Baldini.

100 Jahre später war Paris der Schauplatz der frühen Eiskultur. Ludwig der XIV., der „Sonnenkönig“, gewährte während seiner Regentschaft nur ausgewählten „Limonadiers“ das Vorrecht der Eisherstellung. Zu dieser Zeit waren bereits Vanilleeis, Schokoladeneis und weitere Eisrezepte mit Milchrahm bekannt. Francesco Procopio di Cultelli eröffnete 1686 das erste französische Café, das auch Speiseeis anbot, das Café Procope, das heute noch als Restaurant besteht. Im 18. Jahrhundert wurde Speiseeis in Frankreich dann auch auf der Straße verkauft. Am Boulevard des Italiens eröffnete ein Neapolitaner das erste richtige Eiscafé.

Michael Faraday gelang es 1873 Ammoniak zu verflüssigen und Carl von Linde erfand schließlich 1876 die Kältemaschine. Dies verhalf der industriellen Massenproduktion von Speiseeis zum Durchbruch. Die erste, handbetriebene Eismaschine wurde von einer amerikanischen Hausfrau, Nancy Johnson (1843), entwickelt.  Dadurch wurde es immer leichter, Eis herzustellen. Es handelte sich um eine Art Butterfass, das von außen durch eine Schicht aus Eis und Salz gekühlt wurde.

 

Mitte der 1930er Jahre begann in Deutschland die Herstellung von Speiseeis mit Langnese (1935) und Schöller (1937).[1] Nach dem Zweiten Weltkrieg entstanden erste Eiscafés und Eis wurde zum Massenprodukt.

[1] https://www.gelaterista.de/grundlagen/speiseeis-geschichte

Pâtisserie-Eis der Extraklasse

 

Das Eis von Anna Reckmann ist allerdings ganz traditionell mit viel Liebe zum Detail gefertigt.

Einige Liebhaber aus der Nachbarschaft und den umliegenden Büros haben es schon entdeckt, denn die Pâtisserie-Boutique ist inzwischen ein besonderer Anziehungspunkt geworden. Da wird man gern zum Wiederholungstäter und gönnt sich noch eine Kugel.

 

Ein Besuch der Pâtisserie-Boutique lohnt sich auch, wenn man sich selbst der Genüsse enthalten möchte. Denn es gibt es ja immer noch liebe Freunde und Bekannte oder Kunden, die sich über ein kleines, feines Geschenk freuen. Neue Sorten, aktuelle Termine sowie Ladenöffnungszeiten für die Pâtisserie-Boutique im Reuterweg 69 finden sich unter www.annareckmann.de

Eine kleine Auswahl der Sorten


Ein Hauch von Paris weht durchs Frankfurter Westend

Die Macarons nach Pariser Art sind zum Trendgebäck unserer Zeit avanciert und werden wegen ihrer Leichtigkeit und den hübschen bunten Farben besonders geliebt. Man findet sie in feinen Pâtisserien, aber auch in Souvenirläden und sogar im Supermarkt. Doch lange nicht alle Macarons halten, was die zarte Mandelbaiserhülle verspricht. Oft sind sie viel zu süß oder auch zu hart – damit sie den Nachhauseweg heil überstehen und die Füllung schmeckt allzu künstlich. Eins vorweg: Macarons sind ein hochsensibles und fragiles Gebäck, das kaum Lagerung oder Transport verträgt. Sie schmecken frisch am besten und sollten kurzfristig (1-3 Tage) genossen werden.

Um wirklich perfekte Macarons herzustellen, bedarf es viel Fingerspitzengefühl, Pâtissière-Wissen um die Inhaltstoffe, Geduld und beste Zutaten. Damit die Baiserhülle knackig und glatt gelingt, ist die puderige Qualität des Mandelmehls wichtig, die am besten mit professionellen Mixgeräten erreicht wird. Die Füllung sollte zartcremig sein und eine Explosion feiner Aromen im Mund erzeugen. In Paris schwören Kenner auf die Kreationen von Pierre Hermé[1], der in Frankreich die Pâtisserie von Grund auf modernisierte und allein in Paris 12 Geschäfte betreibt. Bei ihrer Ausbildung in Paris wurde Anna Reckmann auch auf seine Kreationen aufmerksam und begann mit dem zarten Gebäck zu experimentieren.

Eine kurze Geschichte der Macarons

Vermutlich stammen die Macarons aus Sizilien, wo Mandelgebäcke wie Amarettini eine lange Tradition haben und auch der Name leitet sich von einem italienischen Wort ab: Entweder von (am)maccare (zerdrücken oder zerquetschen) oder von dem venezianischen Wort „Macarone“ (feiner Teig)[2]. Auf die italienische Insel haben arabische Truppen aus  dem heutigen Tunesien bei ihrer Besetzung im Jahre 827 auch neue und Lebensmittel wie Zitronen, Reis und Pistazien mitgebracht. Darunter waren Süßigkeiten auf Nuss- oder Mandelbasis, beispielsweise Fālūdhaj, ein Gebäck mit süßer Mandelcreme im Inneren. Das Rezept soll aus Persien überliefert worden sein, wo man das Backwerk zur Feier des Neujahrs reichte. In der Online Zeitschrift „Slate“ ist der Linguistik Professor an der Stanford University Dan Jurafsky der Geschichte des zarten Gebäcks auf den Grund gegangen.[3]

 

Über Katharina de Medici kamen die feinen Baisers schließlich nach Frankreich, wo sie in unterschiedlichen Orten gebacken und gegessen wurden.[4] Zwei Nonnen des Benediktinerklosters in Nancy kreierten zu Zeiten der französischen Revolution ein neues Rezept der ursprünglichen Macarons und wurden als „Les Soeurs Macarons“[5] zur Legende der Pâtisserie – ein Geschäft, das nach ihnen benannt ist, besteht heute noch in Nancy. Schon die beiden Schwestern experimentierten mit Bergamotte und Mirabellen als Zutaten.

Macarons à la Anna Reckmann

Heute ist das bunte Macaron de Paris in Form einer kleinen Doppelscheibe mit einer Cremeschicht dazwischen, wie erstmalig von Laduree hergestellt[6], weit über die Grenzen von Paris und Frankreich verbreitet. Die Füllung dieses etwa drei bis fünf Zentimeter großen Gebäcks besteht meist aus Buttercreme, Ganache oder Fruchtmousse in unterschiedlichen Geschmacksrichtungen. Unter einer hauchdünnen, glatten Kruste ist das französische Macaron weich, feucht, cremig und zergeht auf der Zunge. Mit der deutschen wesentlich festeren Makrone von anderer Rezeptur hat es nur die Ähnlichkeit im Namen gemeinsam.

Anna Reckmann experimentiert in der heimischen Manufaktur zum einen mit dem Mandelmehl, um eine wirklich knackige, aber doch fragile und nicht zu trockene Textur der Baiserhülle zu erhalten. Zum anderen setzt sie für die bunte Färbung natürliche Farben aus Gemüse und Obst ein. Wichtig für das Ergebnis ist auch, dass sie beim Backen nicht braun werden, sondern ihre pastelligen Töne behalten. Bei der Füllung  setzt Anna Reckmann auf beste Zutaten wie sizilianische Zitronen und Pistazien oder Haselnüsse aus dem Piemont oder Grüne-Soße-Kräuter aus Frankfurt. Eine säuerlich-fruchtige und herrlich aromatische Note ergänzt sich optimal mit der Baiserhülle.

Getreu ihrem Ziel, vertraute und weniger bekannte Aromen zu einem einzigartigen Geschmackserlebnis zu kombinieren, kreiert Anna Reckmann überraschende Füllungen für ihre Macarons. Probieren Sie beim nächsten Manufaktur-Tag die Kreationen Matcha und schwarzer Sesam, Birne-Ingwer-Rosa Pfeffer, Kokos-Kaffir-Limette oder Grüne-Soße-Kräuter. Das sind nur einige ihrer mutigen Kombinationen.

[1] Pierre Hermé: Macarons, Oktober 2015

[2] Larousse Gastronomique übersetzt macarone mit „feiner Teig“, zitiert in Dena Kleiman: The 5th Question At the Seder: Have a Macaroon? In: The New York Times vom 20. März 1991.

[3] https://slate.com/human-interest/2011/11/macarons-macaroons-and-macaroni-the-curious-history.html

[4] https://web.archive.org/web/20150110101105/http://www.editionsatlas.fr/article/cuisine/la-tradition-du-macaron.html

[5] https://www.macaron-de-nancy.com/fr/blog/post/historique/

[6] https://www.laduree.fr/explorer-laduree/notre-histoire.html

 


Weihnachtsüberraschungen aus Schokolade

Köstliche Schokoladenkreationen in der Weihnachtszeit können etwas ganz Besonderes sein. Wenn sie aus ausgewählten und hochwertigen Schokoladen und Gewürzen von Hand gemacht sind. Solch kleine Kostbarkeiten haben in Frankreich Tradition und werden in feinen Pâtisserien besonders in Paris angeboten. Dort duftet es aromatisch nach Schokolade und alle Schokoladenliebhaber finden weihnachtliche Pralinées oder einen originellen Père Noël, den sie stolz in kunstvoller Verpackung nach Hause tragen.

Die schöne Tradition der feinen Weihnachtspâtisserie möchte Anna Reckmann nach Deutschland bringen. Für das Fest der Feste hat sie allerliebste Tannenbäumchen, Törtchen und Pralinées erdacht, die jedes Geschenk krönen und auch ganz für sich eine Gaumenfreude der besonderen Art sind. Wie wäre es beispielsweise mit einem Weihnachtsbaum aus zarten Macarons in den aktuellen Lieblingssorten wie Lebkuchen-Cranberry oder Glühwein? Auch für die Geschmacksnoten sorgt Anna Reckmann mit Hand und Herz: Sie bereitet den Glühwein mit Nelken und Zimt eigens zu und stellt eine Reduktion her, die mit dann den anderen Zutaten vermischt wird. Der Weihnachtsbaum „Violetta“ aus feinster ecuadorianischer Grand Cru Schokolade, mit roten bunten Kugelpralinchen, gefüllt mit Gianduja ist auch eine schöne Idee.

Oder ein süßer Adventskalender. Dieser kommt ebenfalls als Weihnachtsbaum mit 24 edlen Pralinen bestückt, daher. Die handgemachten und durchnummerierten Pralinen sind gefüllt mit köstlichen Cremes, wie Nougat aus schwarzem Sesam, gegrilltem Parmesan mit piemonteser Haselnüssen oder Mango-Curry. Wenn sie alle verspeist sind, kann man sogar den Weihnachtsbaum hinterher essen. Er besteht aus über 300g bester 60-prozentiger Schokolade. Ein köstliches, kleines Törtchen mit einer Ganache aus fein vermahlenem Orangeat, Zitronat und Mandeln kann einem traditionellen Christstollen durchaus die Show stehlen. Für ihre Schokoladen- und Tortenkreationen verwendet Anna Reckmann beste Valrhona Schokoladen sowie Mandelmehl, erlesene Gewürze, Haselnüsse, Pistazien und echte Aromen.

Den süßen Wünschen scheinen bei Anna Reckmann keine Grenzen gesetzt. Am besten, man holt sich in der neu eröffneten Pâtisserie-Boutique im Frankfurter Westend die passenden Anregungen. Das elegante Geschäft im Reuterweg 69 ist an sich schon eine Augenweide. Goldene Designleuchten, die in ihrer achteckigen Struktur an chemische Elemente erinnern, schwarze Granitflächen und helle Wände vermitteln Stil und Klarheit. Dort lassen sich Kleinigkeiten bei einem Espresso probieren und die passenden Geschenke finden. An den Macarons, Törtchen und Pralinen in der Theke kann kein Genießer vorbeischauen und wird auch von außen magisch angezogen.

Außerdem finden sich in der Weihnachtszeit Stände mit den köstlichen Kreationen von Anna Reckmann auf folgenden Märkten:

 

  1. – 23. November: Ladenburg Adventlust in der Baumschule Huben https://www.huben.de/unsere-feste/ladenburger-adventslust/

 

  1. November – 01. Dezember: Weingut Flick, Flörsheim-Wicker, lange Nacht der Weinkeller https://www.flick-wein.de/veranstaltungen/

 

  1. – 8. Dezember: Tübinger Schokoladenfestival Chocolart https://www.chocolart.de

 

Ein vorweihnachtlicher Manufakturverkauf bei Anna Reckmann in der Linkstraße 37, in 65933 Frankfurt am Main, Griesheim findet am 21. Dezember statt. Wer dann noch nicht alle Geschenke hat, kann sich hier mit feinen Schokoladenüber­raschungen eindecken.


Moderne Hochzeitstorten krönen das Fest des Lebens

Weiße Gebirge aus Marzipan, Zuckerglasur und kunstvoll gefertigten Rosen oder Figürchen obendrauf, die Hochzeitstorte soll ein Hingucker auf jeder schön dekorierten Tafel sein. Doch sie kann auch modern, in edler Schlichtheit und farbig daherkommen. Vor allem aber soll sie wunderbar schmecken! Anna Reckmann möchte die Hochzeitstorte revolutionieren und Genüsse anbieten, abseits von Marzipan, Buttercreme und Zuckerglasur. Deshalb hat sie viel Sorgfalt und Kenntnis aus der französischen Pâtisserie in ihre Rezepte für Hochzeitstorten eingearbeitet. Sie hat feinste und frische Zutaten wie Fruchtkompotte, gemahlene Mandeln und Nüsse ausgewählt und immer wieder neu und anders kombiniert. So lange bis das Ergebnis optimal war und einen super leckeren Geschmack hatte, dem niemand widerstehen kann.

Süße Gebäcke zur Hochzeit haben eine lange Tradition, die bis ins alte Rom zurückreichen soll. Die Hochzeitstorte, wie wir sie kennen, kam im 19. Jahrhundert in Mode. Mit der Entwicklung der Zuckerbäckerei ließ man zu allen festlichen Anlässen reich dekorierte Torten anfertigen. Die dreistöckige Torte wurde schließlich in England durch die Hochzeit einer Tochter von Königin Viktoria im Jahr 1859 bekannt.[1]

 

Oft sind Hochzeitstorten prächtig anzusehen, bleiben aber dann relativ unberührt. Nachdem sie feierlich angeschnitten und verteilt sind, essen die Gäste ein Gäbelchen voll – aus reiner Höflichkeit. Denn die feinen Backwaren sind oft zu süß, zu schwer und schmecken nicht.

Die Basis der Hochzeitstorten von Anna Reckmann ist ein leichter Mandelbisquit, der nur aus Mandeln, Eiweiß und etwas Zucker gemacht wird. Die Füllung besteht aus feinsten Fruchtkompotten, beispielsweise Erdbeere, Himbeere oder Passionsfrucht. Durch eine innenliegende Knusperschicht aus karamellisierten Mandeln oder Nüssen mit Schokolade erhält die Torte eine weitere Textur, die ein zusätzliches Geschmackserlebnis  beschert. Umhüllt wird das Ganze von einer schnittfesten Mousse aus weißer oder dunkler Schokolade aromatisiert mit Zitronengras oder anderen geschmacklich interessanten Gewürzen und Zutaten. Anna Reckmann möchte, dass die Gäste Abwechslung haben und der Gaumen überrascht wird. Durch die karamellisierten Nüsse und die Schokolade, die der Knusperschicht ihre Festigkeit verleiht, erreicht sie einen intensiven, runden Geschmack.

 

Was Farbe und Komponenten angeht, können die Zutaten individuell auf die Wünsche des Brautpaars angepasst werden. Die Torte muss nicht klassisch weiß sein, sondern kann passend zur Fruchtfüllung und der Deko eine rote, gelbe oder violette Glasur erhalten. So wird sie zum fröhlichen Farbtupfer der Tafel, von dem jeder Gast kosten möchte.

 

Da die Hochzeitstorten von Anna Reckmann besonders zart und leicht sind, werden sie auf einer mehrstöckigen Etagere angerichtet, kommen mit schlichten Verzierungen aus und sind ein wahrer Augenschmaus. Feder, Spiralo oder Schoko-Kirsch sind ein feiner Nachtisch nach dem Festmahl oder eine Krönung der anschließenden Kaffeetafel.

[1] Simon Charsley, Wedding Cakes and Cultural History, Routledge 1992


Das Geheimnis der kunterbunten Macarons

Die Macarons nach Pariser Art sind zum Trendgebäck unserer Zeit avanciert und werden wegen ihrer Leichtigkeit und den hübschen bunten Farben besonders geliebt. Man findet sie in feinen Pâtisserien, aber auch in Souvenirläden und sogar im Supermarkt. Doch lange nicht alle Macarons halten, was die zarte Mandelbaiserhülle verspricht. Oft sind sie viel zu süß oder auch zu hart – damit sie den Nachhauseweg heil überstehen und die Füllung schmeckt allzu künstlich. Eins vorweg: Macarons sind ein hochsensibles und fragiles Gebäck, das kaum Lagerung oder Transport verträgt. Sie schmecken frisch am besten und sollten kurzfristig (1-3 Tage) genossen werden.

Um wirklich perfekte Macarons herzustellen, bedarf es viel Fingerspitzengefühl, Pâtissière-Wissen um die Inhaltstoffe, Geduld und beste Zutaten. Damit die Baiserhülle knackig und glatt gelingt, ist die puderige Qualität des Mandelmehls wichtig, die am besten mit professionellen Mixgeräten erreicht wird. Die Füllung sollte zartcremig sein und eine Explosion feiner Aromen im Mund erzeugen. In Paris schwören Kenner auf die Kreationen von Pierre Hermé[1], der in Frankreich die Pâtisserie von Grund auf modernisierte und allein in Paris 12 Geschäfte betreibt. Bei ihrer Ausbildung in Paris wurde Anna Reckmann auch auf seine Kreationen aufmerksam und begann mit dem zarten Gebäck zu experimentieren.

Eine kurze Geschichte der Macarons

Vermutlich stammen die Macarons aus Sizilien, wo Mandelgebäcke wie Amarettini eine lange Tradition haben und auch der Name leitet sich von einem italienischen Wort ab: Entweder von (am)maccare (zerdrücken oder zerquetschen) oder von dem venezianischen Wort „Macarone“ (feiner Teig)[2]. Auf die italienische Insel haben arabische Truppen aus  dem heutigen Tunesien bei ihrer Besetzung im Jahre 827 auch neue und Lebensmittel wie Zitronen, Reis und Pistazien mitgebracht. Darunter waren Süßigkeiten auf Nuss- oder Mandelbasis, beispielsweise Fālūdhaj, ein Gebäck mit süßer Mandelcreme im Inneren. Das Rezept soll aus Persien überliefert worden sein, wo man das Backwerk zur Feier des Neujahrs reichte. In der Online Zeitschrift „Slate“ ist der Linguistik Professor an der Stanford University Dan Jurafsky der Geschichte des zarten Gebäcks auf den Grund gegangen.[3]

 

Über Katharina de Medici kamen die feinen Baisers schließlich nach Frankreich, wo sie in unterschiedlichen Orten gebacken und gegessen wurden.[4] Zwei Nonnen des Benediktinerklosters in Nancy kreierten zu Zeiten der französischen Revolution ein neues Rezept der ursprünglichen Macarons und wurden als „Les Soeurs Macarons“[5] zur Legende der Pâtisserie – ein Geschäft, das nach ihnen benannt ist, besteht heute noch in Nancy. Schon die beiden Schwestern experimentierten mit Bergamotte und Mirabellen als Zutaten.

Macarons à la Anna Reckmann

Heute ist das bunte Macaron de Paris in Form einer kleinen Doppelscheibe mit einer Cremeschicht dazwischen, wie erstmalig von Laduree hergestellt[6], weit über die Grenzen von Paris und Frankreich verbreitet. Die Füllung dieses etwa drei bis fünf Zentimeter großen Gebäcks besteht meist aus Buttercreme, Ganache oder Fruchtmousse in unterschiedlichen Geschmacksrichtungen. Unter einer hauchdünnen, glatten Kruste ist das französische Macaron weich, feucht, cremig und zergeht auf der Zunge. Mit der deutschen wesentlich festeren Makrone von anderer Rezeptur hat es nur die Ähnlichkeit im Namen gemeinsam.

Anna Reckmann experimentiert in der heimischen Manufaktur zum einen mit dem Mandelmehl, um eine wirklich knackige, aber doch fragile und nicht zu trockene Textur der Baiserhülle zu erhalten. Zum anderen setzt sie für die bunte Färbung natürliche Farben aus Gemüse und Obst ein. Wichtig für das Ergebnis ist auch, dass sie beim Backen nicht braun werden, sondern ihre pastelligen Töne behalten. Bei der Füllung  setzt Anna Reckmann auf beste Zutaten wie sizilianische Zitronen und Pistazien oder Haselnüsse aus dem Piemont oder Grüne-Soße-Kräuter aus Frankfurt. Eine säuerlich-fruchtige und herrlich aromatische Note ergänzt sich optimal mit der Baiserhülle.

Getreu ihrem Ziel, vertraute und weniger bekannte Aromen zu einem einzigartigen Geschmackserlebnis zu kombinieren, kreiert Anna Reckmann überraschende Füllungen für ihre Macarons. Probieren Sie beim nächsten Manufaktur-Tag die Kreationen Matcha und schwarzer Sesam, Birne-Ingwer-Rosa Pfeffer, Kokos-Kaffir-Limette oder Grüne-Soße-Kräuter. Das sind nur einige ihrer mutigen Kombinationen.

[1] Pierre Hermé: Macarons, Oktober 2015

[2] Larousse Gastronomique übersetzt macarone mit „feiner Teig“, zitiert in Dena Kleiman: The 5th Question At the Seder: Have a Macaroon? In: The New York Times vom 20. März 1991.

[3] https://slate.com/human-interest/2011/11/macarons-macaroons-and-macaroni-the-curious-history.html

[4] https://web.archive.org/web/20150110101105/http://www.editionsatlas.fr/article/cuisine/la-tradition-du-macaron.html

[5] https://www.macaron-de-nancy.com/fr/blog/post/historique/

[6] https://www.laduree.fr/explorer-laduree/notre-histoire.html