Wenn man den Meteorologen glauben darf, rollt in den nächsten Wochen eine Hitzewelle mit subtropischer Luft auf Deutschland zu. Jedenfalls hat der Sommer Einzug gehalten und alle freuen sich, wieder rausgehen zu dürfen. Da liegt es nah, einmal durchs wunderschöne Frankfurter Westend zu streifen und zur wohlverdienten Abkühlung bei der Pâtisserie Anna Reckmann im Reuterweg 69 vorbeizuschauen oder einen süßen Afterwork bei ihr einzuleiten. Denn dort warten seit kurzem die köstlichsten handgemachten Eissorten.

Dass Eis nicht gleich Eis ist, schmeckt man bei ihr sofort und auch die Eiskarte unterscheidet zwischen Milcheis und Sorbets, die aus dem Mark erlesener und vollreifer Früchte hergestellt und vegan sind. Bei den Milcheissorten kommen edle Zutaten wie Piemonteser Haselnüsse zum Einsatz oder aromatische Kräuter. 10 leckere Sorten stehen ab sofort in der Kühlung bereit: Die neueste Leckerei ist Sauerampfer & weiße Schokolade, daneben gibt es Aprikose-Rosmarin, Vanille-Olivenöl, Sesam-Karamell, Salzkaramell, Florentiner, Himbeer-Salbei, Piemonteser Haselnuss, Schoko-Choc und Schokoladen-Sorbet.

Für die meisten Sorten verwendet Anna Reckmann die Produkte, die auch zu Herstellung ihrer feinen Pâtisserie dienen. Die beliebten Florentiner aus Mandeln, erlesener Schokolade und Honig werden bei ihr direkt zu einer köstlichen Eiskreation verarbeitet. Den originellen Kompositionen merkt man das Fingerspitzengefühl, gewachsen aus chemischem Wissen und Pâtisseriekenntnissen aus Paris, an. Die außergewöhnlichen Kombinationen, die sie alle von Hand in ihrer Manufaktur herstellt, haben das Zeug zum Süchtigmachen.

Eine kleine Geschichte über das Eis

 

Geeiste Süßspeisen sollen bereits zur Zeit der antiken Hochkulturen vor rund 3000 in China Jahren die Menschen erfrischt haben. Natureis oder Schnee aus den Bergen wurde dort im Sommer zur Kühlung von Getränken benutzt. Aufbewahrt wurde das kalte Gut in dunklen Kellerräumen unter der Erde.[1]

 

Im antiken Griechenland galt Eis als Speise der Götter und wurde von Hippokrates, dem berühmtesten Arzt dieser Epoche, als belebende, kräftigende und schmerzlindernde Medizin eingesetzt. Der griechische Dichter Simonides von Keos (557/556 v. Chr.–468/467 v. Chr.) beschreibt es mit Zutaten wie Früchten, Honig, Rosenwasser und Gletscherschnee. [2] Mit dem Untergang des Römischen Reiches ging dann scheinbar das Wissen über die Zubereitung eisgekühlter Speisen und Getränke aber auch wieder verloren.

[1] https://www.gelaterista.de/grundlagen/speiseeis-geschichte

[2] https://www.netzwissen.com/ernaehrung/speiseeis-geschichte-und-ueberblick.php

Eigentlicher Wegbereiter für die italienischen Eisrezepte und Kältemischungen der frühen Neuzeit war Ende des 13. Jahrhunderts der Venezianer Marco Polo. Er brachte Rezepte und Kenntnisse von seinen ausgedehnten Reisen mit. Doch erst zweihundert Jahre später  eroberte eine halbgefrorene Mischung aus Zuckersirup, Zitronensaft und Eiskörnern als sizilianische Eisspezialität europäische Königshäuser: Granita, das dort heute noch als kühle Köstlichkeit geschätzt wird. 1775 erschien in Neapel das erste Buch, das sich mit der Kunst der Eiszubereitung befasst, unter dem Titel De’ sorbetti von Filippo Baldini.

100 Jahre später war Paris der Schauplatz der frühen Eiskultur. Ludwig der XIV., der „Sonnenkönig“, gewährte während seiner Regentschaft nur ausgewählten „Limonadiers“ das Vorrecht der Eisherstellung. Zu dieser Zeit waren bereits Vanilleeis, Schokoladeneis und weitere Eisrezepte mit Milchrahm bekannt. Francesco Procopio di Cultelli eröffnete 1686 das erste französische Café, das auch Speiseeis anbot, das Café Procope, das heute noch als Restaurant besteht. Im 18. Jahrhundert wurde Speiseeis in Frankreich dann auch auf der Straße verkauft. Am Boulevard des Italiens eröffnete ein Neapolitaner das erste richtige Eiscafé.

Michael Faraday gelang es 1873 Ammoniak zu verflüssigen und Carl von Linde erfand schließlich 1876 die Kältemaschine. Dies verhalf der industriellen Massenproduktion von Speiseeis zum Durchbruch. Die erste, handbetriebene Eismaschine wurde von einer amerikanischen Hausfrau, Nancy Johnson (1843), entwickelt.  Dadurch wurde es immer leichter, Eis herzustellen. Es handelte sich um eine Art Butterfass, das von außen durch eine Schicht aus Eis und Salz gekühlt wurde.

 

Mitte der 1930er Jahre begann in Deutschland die Herstellung von Speiseeis mit Langnese (1935) und Schöller (1937).[1] Nach dem Zweiten Weltkrieg entstanden erste Eiscafés und Eis wurde zum Massenprodukt.

[1] https://www.gelaterista.de/grundlagen/speiseeis-geschichte

Pâtisserie-Eis der Extraklasse

 

Das Eis von Anna Reckmann ist allerdings ganz traditionell mit viel Liebe zum Detail gefertigt.

Einige Liebhaber aus der Nachbarschaft und den umliegenden Büros haben es schon entdeckt, denn die Pâtisserie-Boutique ist inzwischen ein besonderer Anziehungspunkt geworden. Da wird man gern zum Wiederholungstäter und gönnt sich noch eine Kugel.

 

Ein Besuch der Pâtisserie-Boutique lohnt sich auch, wenn man sich selbst der Genüsse enthalten möchte. Denn es gibt es ja immer noch liebe Freunde und Bekannte oder Kunden, die sich über ein kleines, feines Geschenk freuen. Neue Sorten, aktuelle Termine sowie Ladenöffnungszeiten für die Pâtisserie-Boutique im Reuterweg 69 finden sich unter www.annareckmann.de

Eine kleine Auswahl der Sorten