Weiße Gebirge aus Marzipan, Zuckerglasur und kunstvoll gefertigten Rosen oder Figürchen obendrauf, die Hochzeitstorte soll ein Hingucker auf jeder schön dekorierten Tafel sein. Doch sie kann auch modern, in edler Schlichtheit und farbig daherkommen. Vor allem aber soll sie wunderbar schmecken! Anna Reckmann möchte die Hochzeitstorte revolutionieren und Genüsse anbieten, abseits von Marzipan, Buttercreme und Zuckerglasur. Deshalb hat sie viel Sorgfalt und Kenntnis aus der französischen Pâtisserie in ihre Rezepte für Hochzeitstorten eingearbeitet. Sie hat feinste und frische Zutaten wie Fruchtkompotte, gemahlene Mandeln und Nüsse ausgewählt und immer wieder neu und anders kombiniert. So lange bis das Ergebnis optimal war und einen super leckeren Geschmack hatte, dem niemand widerstehen kann.

Süße Gebäcke zur Hochzeit haben eine lange Tradition, die bis ins alte Rom zurückreichen soll. Die Hochzeitstorte, wie wir sie kennen, kam im 19. Jahrhundert in Mode. Mit der Entwicklung der Zuckerbäckerei ließ man zu allen festlichen Anlässen reich dekorierte Torten anfertigen. Die dreistöckige Torte wurde schließlich in England durch die Hochzeit einer Tochter von Königin Viktoria im Jahr 1859 bekannt.[1]

 

Oft sind Hochzeitstorten prächtig anzusehen, bleiben aber dann relativ unberührt. Nachdem sie feierlich angeschnitten und verteilt sind, essen die Gäste ein Gäbelchen voll – aus reiner Höflichkeit. Denn die feinen Backwaren sind oft zu süß, zu schwer und schmecken nicht.

Die Basis der Hochzeitstorten von Anna Reckmann ist ein leichter Mandelbisquit, der nur aus Mandeln, Eiweiß und etwas Zucker gemacht wird. Die Füllung besteht aus feinsten Fruchtkompotten, beispielsweise Erdbeere, Himbeere oder Passionsfrucht. Durch eine innenliegende Knusperschicht aus karamellisierten Mandeln oder Nüssen mit Schokolade erhält die Torte eine weitere Textur, die ein zusätzliches Geschmackserlebnis  beschert. Umhüllt wird das Ganze von einer schnittfesten Mousse aus weißer oder dunkler Schokolade aromatisiert mit Zitronengras oder anderen geschmacklich interessanten Gewürzen und Zutaten. Anna Reckmann möchte, dass die Gäste Abwechslung haben und der Gaumen überrascht wird. Durch die karamellisierten Nüsse und die Schokolade, die der Knusperschicht ihre Festigkeit verleiht, erreicht sie einen intensiven, runden Geschmack.

 

Was Farbe und Komponenten angeht, können die Zutaten individuell auf die Wünsche des Brautpaars angepasst werden. Die Torte muss nicht klassisch weiß sein, sondern kann passend zur Fruchtfüllung und der Deko eine rote, gelbe oder violette Glasur erhalten. So wird sie zum fröhlichen Farbtupfer der Tafel, von dem jeder Gast kosten möchte.

 

Da die Hochzeitstorten von Anna Reckmann besonders zart und leicht sind, werden sie auf einer mehrstöckigen Etagere angerichtet, kommen mit schlichten Verzierungen aus und sind ein wahrer Augenschmaus. Feder, Spiralo oder Schoko-Kirsch sind ein feiner Nachtisch nach dem Festmahl oder eine Krönung der anschließenden Kaffeetafel.

[1] Simon Charsley, Wedding Cakes and Cultural History, Routledge 1992